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Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Die Geschichte des Modeschmucks ist ebenso alt wie die des Echtschmucks. Doch als sich im Laufe der Zeit die Schmuckherstellung weiterentwickelte und die Verarbeitung von Edelmetallen und Juwelen erlaubte, verloren die aus günstigsten Materialien gefertigten Bijoux an Bedeutung. Ein fulminantes Revival erlebten sie erst im frühen 18. Jahrhundert, in dem Opulenz und Luxus aller Art zelebriert wurden. Durch das damals beginnende industrielle Zeitalter entstand erstmals eine breite Mittelklasse, die großen Bedarf an funkelnden Kleinoden für die Repräsentation auf prunkvollen Festen hatte. In dieser Zeit eroberte Georges Frèdèric Strass mit seinen gleichnamigen Strass-Diamanten im Jahr 1730 Paris und eröffnete damit die große Epoche des Modeschmucks. Diese Simili (Steinersatz) glichen in Glanz und Farbstreuung Diamanten und für den Laien war der Unterschied kaum zu erkennen. Bald darauf war es auch möglich, teures Gold und Silber durch verschiedenste Legierungen zum Beispiel aus Kupfer oder weichem Stahl zu ersetzen. Mit der Erfindung einer automatischen Schleifmaschine von Daniel Swarovski war der endgültige Siegeszug von Modeschmuck besiegelt, der damals jedoch immer ein Imitat von echtem Schmuck war.

Erst Coco Chanel machte in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts Modeschmuck endgültig salonfähig. Offen gab sie zu, "Gefallen an allem, was glänzt, zu finden", und war der Ansicht, dass Schmuck vor allem "eine Zierde und ein Amüsement" sein sollten. In den 60er Jahren war Modeschmuck mittlerweile bei allen Anlässen akzeptiert und ein eigenständiger Look, der sich von echtem Geschmeide bewusst unterschied. Nue war die Verwendung von ungewöhnlichen und auch oft sichtbar billigen Materialien wie Glas, Holz, Spiegel, Harz, Kunststoff, Leder und Schlangenhaut. Unechte Schmuckstücke sind mittlerweile schon lange salonfähig und auch bei großen abendlichen Auftritten erlaubt. Echter Schmuck darf mit Modeschmuck kombiniert werden, wenn dies dem perfekten Styling dient. Hier gilt die Faustregel: "Fakes" sollten entweder offensichtlich Nachbildungen sein oder so gut gefälscht, dass sie im Normalfall nicht als solche enttarnt werden können. Die Angebotspalette reicht von witzigen Billigkreationen aus Plastik über Trend Jewellery aus innovativen Materialien und Designs bis hin zu hochwertigen Schmuckschöpfungen und von Künstlern gestalteter, anspruchsvoller Designschmuck. Schäbige Fälschungen oder billige wirkender Modeschmuck sind immer fehl am Platz.

Gold oder Silber, das ist die Frage?

Die Farbtyplehre besagt, dass Platin, Silber- oder Weißgoldschmuck Sommer- und Wintertypen besser passt, während Frühlings- und Herbsttypen mit Rot- oder Gelbgold gut beraten sind. Das gilt vor allem für ein dezentes Styling. Sind Make-up und Kleidung dominant, darf diese Regel aber ohne Weiteres gebrochen werden. Der Glaubenssatz, dass Gold und Silber nicht miteinander gemischt werden dürfen, wird ebenfalls nicht sklavisch befolgt. Die einzelnen Schmuckstücke sollten aber in jedem Fall zusammenpassen. Sie müssen nicht derselben Serie angehören, aber eine stilistische Harmonie bilden.